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So erreichst du mit Restreaming ein größeres Webinarpublikum

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Kiki

29. September 2026 - 9 min

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Mit Restreaming überträgst du dein Live-Webinar gleichzeitig auf Plattformen wie LinkedIn, YouTube und Facebook. So erreichst du ganz einfach Menschen, die deine Anmeldeseite sonst nie besuchen würden. Außerdem kommen Live-Videos auf Social Media gut an: Das Videoteam von LinkedIn stellte fest, dass Live-Übertragungen 24-mal mehr Kommentare erhalten als gewöhnliche Videos.

  • Dein Social-Media-Publikum sieht die Bühne, aber nicht den Webinarraum. Video, Folien und Bildschirmfreigaben werden übertragen. Chat, Q&A, Umfragen und CTAs bleiben dagegen auf deiner Webinarplattform. Nenne wichtige Links und Umfrageergebnisse deshalb auch mündlich.

  • Nicht jedes Webinar eignet sich für Restreaming. Podiumsdiskussionen, Produkteinführungen und offene Wissensveranstaltungen passen gut. Bei kostenpflichtigen Webinaren und Praxisworkshops ist Restreaming meist weniger sinnvoll.

Jedes Webinar hat zwei Zielgruppen. Da sind die Menschen, die deine Anmeldeseite gefunden und sich registriert haben. Und dann gibt es die deutlich größere Gruppe, die zugeschaut hätte, wenn das Webinar einfach in ihrem Feed aufgetaucht wäre. Diese zweite Gruppe verbringt ihre Zeit auf LinkedIn und YouTube. Viele von ihnen würden vielleicht nie von selbst eine Anmeldeseite besuchen.

Mit Restreaming erreichst du diese Menschen, ohne etwas an der Durchführung deines Webinars zu ändern. Dein Webinar läuft wie gewohnt, während dieselbe Live-Übertragung gleichzeitig an die Social-Media-Plattformen deiner Wahl gesendet wird. Das ist eine der einfachsten Möglichkeiten, deine Reichweite zu vergrößern. Allerdings verändert sich dadurch auch, wer welche Inhalte sieht. Am meisten profitieren Webinare, die das schon bei der Planung berücksichtigen.

In diesem Blog erfährst du, was Restreaming ist, was dein Social-Media-Publikum tatsächlich sieht, welche Webinare sich dafür eignen und wie du es einrichtest.

Was bedeutet es, ein Webinar zu restreamen?

Ein Webinar zu restreamen bedeutet, es live auf einer oder mehreren externen Plattformen wie LinkedIn, YouTube oder Facebook zu übertragen, während es gleichzeitig auf deiner Webinarplattform läuft. Menschen können dort zuschauen, wo sie ohnehin schon unterwegs sind. Angemeldete Teilnehmende betreten wie gewohnt den Webinarraum.

Im Hintergrund nutzt Restreaming RTMP: das Standardprotokoll, über das die meisten Live-Plattformen Videos empfangen. Die Zielplattform stellt dir eine Stream-URL und einen Stream-Schlüssel zur Verfügung. Du trägst beides in deine Webinar-Einstellungen ein, und deine Webinarplattform sendet eine Kopie des Livestreams dorthin.

Du wirst auch auf den Begriff Multistreaming stoßen. Beide Begriffe werden oft synonym verwendet. Multistreaming bezeichnet meist das gleichzeitige Senden eines einzelnen Streams an mehrere Plattformen, häufig über ein spezielles Tool. Restreaming ist der allgemeinere Begriff für das Weiterleiten eines Livestreams an einen anderen Ort. Für Webinarveranstalter ist das Ergebnis dasselbe: eine Übertragung, die an mehreren Orten angesehen werden kann.

4 Gründe, deine Webinare zu restreamen

Eine Anmeldeseite eignet sich gut dafür, bereits interessierte Menschen zur Anmeldung zu bewegen. Neue Menschen erreichst du damit deutlich schwerer. Restreaming dreht das um: Du bringst dein Webinar dorthin, wo Menschen neue Inhalte entdecken.

  1. Live-Videos bekommen mehr Sichtbarkeit. Social-Media-Plattformen bevorzugen häufig Live-Inhalte, weil sie Menschen auf der Plattform halten und Gespräche anregen. Auf LinkedIn ist der Unterschied deutlich: Das Videoteam von LinkedIn berichtete, dass Live-Übertragungen 7-mal mehr Reaktionen und 24-mal mehr Kommentare erhalten als gewöhnliche Videos derselben Anbieter. Wenn dein Webinar auf deiner Unternehmensseite oder in einem LinkedIn-Event live geht, können deine Follower benachrichtigt werden. Jeder Kommentar trägt dazu bei, die Übertragung weiterzuverbreiten.

  2. Es gibt kein Formular auszufüllen. Manche Menschen möchten erst sehen, wie eine Veranstaltung abläuft, bevor sie ihre E-Mail-Adresse angeben. Über einen Restream können sie unverbindlich reinschauen, deine Inhalte und Vortragenden kennenlernen und entscheiden, ob sie mehr sehen möchten. Für viele ist genau dieser erste Eindruck der Grund, sich für dein nächstes Webinar anzumelden.

  3. Die Aufzeichnung wirkt weiter. Plattformen wie LinkedIn und YouTube lassen die Übertragung nach ihrem Ende normalerweise auf deiner Seite stehen. So sammelt dein Webinar auch lange nach der Live-Veranstaltung weitere Aufrufe. Das bedeutet zusätzliche Reichweite mit Inhalten, die du bereits erstellt hast.

  4. Es passt zu fast jedem Webinarziel. Ob du Webinare zur Leadgenerierung, Kundenschulung, zum Communityaufbau oder für die interne Kommunikation nutzt: Restreaming gibt denselben Inhalten eine größere Bühne. Entscheidend ist vor allem, welche deiner Webinare von einem größeren Publikum profitieren, das eher unverbindlich zuschaut.

Was dein Social-Media-Publikum sieht und was ihm entgeht

Diesen Punkt lassen die meisten Anleitungen aus. Dabei ist er besonders wichtig, wenn du ein Webinar mit Restreaming planst.

Ein Restream enthält alles, was im Videobereich deines Webinars zu sehen ist:

  • Bild und Ton der Vortragenden und aller weiteren Personen auf der Bühne

  • Präsentationsfolien

  • Bildschirmfreigaben

  • Alles im von dir gewählten Layout

Alle anderen Elemente bleiben innerhalb deiner Webinarplattform. In WebinarGeek bedeutet das, dass Zuschauende außerhalb des Webinarraums keinen Zugriff haben auf Chat, Q&A, Interaktionen wie Umfragen, Quizze, Calls-to-Action und Infoboxen, Videoeinspielungen, Verkaufsseiten oder Evaluationsformulare.

In der Praxis hältst du also ein Webinar für zwei Zielgruppen gleichzeitig. Deine angemeldeten Teilnehmenden sind im Webinarraum. Dort können sie Fragen stellen, an Umfragen teilnehmen und auf deinen Call-to-Action klicken. Dein Social-Media-Publikum verfolgt die Übertragung. Beide Erfahrungen haben ihren Wert, stellen aber unterschiedliche Anforderungen an dich als Gastgeber.

Mit ein paar Gewohnheiten machst du die Übertragung für alle gut verständlich. Lies Umfrageergebnisse vor, statt sie nur anzuzeigen. Nenne wichtige Links mündlich und zeige sie auf einer Folie, idealerweise als kurze URL oder QR-Code. Wenn eine Frage über das Q&A eingeht, wiederhole sie vor deiner Antwort. So können auch Menschen auf anderen Plattformen folgen. Das kostet keine zusätzliche Zeit und macht Webinare meist auch für deine angemeldeten Teilnehmenden verständlicher.

Welche Webinare solltest du restreamen?

Manche Webinare profitieren von einem größeren, frei zugänglichen Publikum. Andere verlieren einen Teil ihres Werts, wenn alle zuschauen können, die zufällig vorbeiscrollen.

Besonders gut für Restreaming geeignet:

  • Thought-Leadership-Veranstaltungen und Expertenrunden, bei denen Sichtbarkeit das Ziel ist und das Gespräch auf der Bühne im Mittelpunkt steht

  • Produkteinführungen und Ankündigungen, die davon profitieren, im entscheidenden Moment möglichst viele Menschen zu erreichen

  • Branchenveranstaltungen und Keynotes, bei denen eine Live-Übertragung auch Menschen einen Platz in der ersten Reihe bietet, die sich nicht anmelden konnten

  • Offene Wissensveranstaltungen, bei denen frei zugängliches Wissen Vertrauen bei einem neuen Publikum schafft

Hier solltest du Restreaming gut abwägen:

  • Kostenpflichtige Webinare. Wenn Menschen für den Zugang bezahlt haben, entwertet eine kostenlose Übertragung derselben Inhalte auf YouTube dieses Angebot.

  • Praxisworkshops und Schulungen. Wenn der Mehrwert in Übungen, Quizzen und dem Austausch mit der Schulungsleitung liegt, bekommt dein Social-Media-Publikum nur eine deutlich eingeschränkte Version.

  • Webinare mit vertraulichen oder kundenspezifischen Inhalten. Wie geschützt ein Restream ist, hängt vom gewählten Übertragungsziel ab.

  • Veranstaltungen, bei denen Videoeinspielungen eine zentrale Rolle spielen. Diese werden im Restream nicht übertragen. Du müsstest das Format daher zuerst anpassen.

Bei Webinaren zur Leadgenerierung, die nur nach Anmeldung zugänglich sind, kommt es auf deine Ziele an. Ist die Zahl der Anmeldungen deine wichtigste Kennzahl, kann ein Restream sie teilweise verringern. Liegt dein Fokus auf Reichweite und Markenbekanntheit, kann die zusätzliche Sichtbarkeit mehr wert sein als ein paar weitere ausgefüllte Formulare. Das gilt besonders dann, wenn du deinem Social-Media-Publikum einen Grund gibst, sich für die nächste Veranstaltung anzumelden.

So richtest du einen Restream in WebinarGeek ein

In WebinarGeek sind Restream-Ziele Teil deiner Webinar-Einstellungen. Du musst also keine zusätzliche Streamingsoftware installieren. Du kannst zum Beispiel auf YouTube, Facebook oder LinkedIn restreamen.

Um ein Ziel hinzuzufügen, bearbeite dein Webinar, gehe zu „Webinar“ und wähle unter „Restream destinations“ die Option „+ Add restream destination“. Wähle die Plattform aus, trage den Stream-Schlüssel ein und ergänze die RTMP-URL, falls die Plattform eine benötigt. Deine Einstellungen werden automatisch gespeichert. Ein zweites Ziel kannst du auf dieselbe Weise hinzufügen. Der Help-Center-Artikel zum Restreaming erklärt jeden Schritt mit Screenshots.

Sobald alles eingerichtet ist, musst du am Tag des Webinars an nichts Weiteres denken. Der Restream startet und endet automatisch mit deinem Webinar. Während der Übertragung kannst du seinen Status über die Schaltfläche „REC“ prüfen.

Berücksichtige bei deiner Planung ein paar plattformspezifische Punkte:

  • YouTube: Plane deinen Livestream zuerst in YouTube und kopiere anschließend die Stream-URL und den Stream-Schlüssel in WebinarGeek. So ist die geplante Übertragung schon vorher auf deinem Kanal sichtbar, und Interessierte können eine Erinnerung einrichten.

  • LinkedIn: Du benötigst Zugang zu LinkedIn Live auf deinem Profil oder deiner Unternehmensseite. Wenn du vorab ein LinkedIn-Event erstellst, kannst du die Übertragung schon vor dem Start bewerben und gibst deinem Stream einen festen Platz.

  • RTMP-Webinare: Restream-Ziele funktionieren nicht bei RTMP-Webinaren. Du hostest ein RTMP-Webinar? Dann lies stattdessen diesen Artikel. In unserer Anleitung zum Restreamen von Webinaren mit OBS und Restream erfährst du Schritt für Schritt, wie du das einrichtest.

Tipps für einen reibungslosen Restream

Teste mit einer echten Live-Übertragung. Testläufe werden nie restreamt, auch wenn Ziele eingerichtet sind. Führe deshalb vor deinem eigentlichen Webinar eine kurze Live-Testübertragung durch und prüfe, ob sie auf der Zielplattform ankommt.

Ersetze Videoeinspielungen durch Bildschirmfreigaben. Da Restreams keine Videoeinspielungen enthalten, solltest du Videos über die Bildschirmfreigabe mit Audio zeigen. So sieht dein Social-Media-Publikum sie ebenfalls.

Behalte die Zielplattform im Blick. Die Statusanzeige zeigt dir, ob der Restream läuft. Trotzdem ist es sinnvoll, während des Webinars jemanden direkt auf LinkedIn oder YouTube zuschauen zu lassen. So stellst du sicher, dass Bild und Ton richtig ankommen.

Lass die Social-Media-Kommentare moderieren. Kommentare auf LinkedIn oder YouTube erscheinen nicht in deinem Webinarchat. Bitte jemanden aus deinem Team, die Unterhaltung dort zu verfolgen, nach Möglichkeit zu antworten und gute Fragen an die vortragende Person weiterzugeben.

Miss die Ergebnisse beider Zielgruppen. Deine Webinarstatistiken zeigen, was im Webinarraum passiert ist. Aufrufzahlen und Kommentare auf den einzelnen Social-Media-Plattformen vervollständigen das Bild. Schau dir beides an, um zu erkennen, wie viel zusätzliche Reichweite der Restream tatsächlich gebracht hat.

So werden aus Social-Media-Zuschauenden angemeldete Teilnehmende

Reichweite ist wertvoll. Die meisten Teams möchten aber auch, dass ein Teil dieser Zuschauenden zu angemeldeten Teilnehmenden, Abonnenten oder Leads wird. Das gelingt am besten, wenn du ihnen einen klaren Grund für diesen Schritt gibst.

Biete etwas an, das nur im Webinarraum verfügbar ist: eine Live-Fragerunde am Ende, ein Material zum Herunterladen, ein Zertifikat, Zugang zur Aufzeichnung oder eine Bonusveranstaltung. Erwähne das Angebot früh und noch einmal gegen Ende. Blende den Link ein, damit niemand danach suchen muss. Du kannst den Restream auch als Vorschau auf dein nächstes Webinar nutzen und mit einer kurzen Ankündigung samt Anmeldelink für die Folgeveranstaltung abschließen.

So wird aus Restreaming mit der Zeit mehr als ein einmaliger Reichweitenschub. Es sorgt dafür, dass kontinuierlich neue Menschen deine Webinare entdecken, auf Social Media hineinschnuppern und sich anschließend für das vollständige Erlebnis entscheiden.

Häufig gestellte Fragen zum Restreaming von Webinaren

Kann ich mein Webinar gleichzeitig auf LinkedIn und YouTube streamen?

Ja. Mit Restreaming wird dein Live-Webinar gleichzeitig an mehrere Plattformen gesendet. In WebinarGeek fügst du jede Plattform als eigenes Restream-Ziel in deinen Webinar-Einstellungen hinzu. Alle gehen automatisch live, sobald dein Webinar beginnt.

Was ist der Unterschied zwischen Restreaming und Multistreaming?

Die Begriffe werden häufig für dasselbe verwendet. Multistreaming beschreibt meist das gleichzeitige Senden eines Streams an mehrere Plattformen. Restreaming ist der allgemeinere Begriff für das Weiterleiten eines Livestreams an eine andere Plattform. Für Webinarveranstalter bedeutet beides: eine Übertragung, die Menschen an mehreren Orten ansehen können.

Sehen Zuschauende auf Social Media den Chat und die Umfragen?

Nein. Ein Restream enthält das, was auf der Bühne zu sehen ist, etwa das Video der vortragenden Person, Folien und Bildschirmfreigaben. Chat, Q&A, Umfragen, Quizze und Calls-to-Action bleiben innerhalb deiner Webinarplattform. Deshalb ist es hilfreich, Umfrageergebnisse vorzulesen und wichtige Links auf dem Bildschirm zu zeigen.

Kann ich einen Restream vor meinem Webinar testen?

Testläufe in WebinarGeek werden nicht restreamt. Am besten testest du daher mit einer kurzen Live-Übertragung, für die deine Restream-Ziele eingerichtet sind. Prüfe vor deinem eigentlichen Webinar, ob der Stream auf jeder Plattform korrekt angezeigt wird.

Häufig gestellte Fragen

Muss man sich anmelden, um ein restreamtes Webinar anzusehen?

Nein. Wer auf LinkedIn, YouTube oder Facebook zuschaut, kann ohne Anmeldung dabei sein. Nur Zuschauende in deinem Webinarraum gehen über deine Anmeldeseite. Deshalb eignet sich Restreaming gut, um Menschen zu erreichen, die sich noch nicht registrieren möchten.

Auf welche Plattformen kann ich ein Webinar restreamen?

Du kannst zum Beispiel auf YouTube, Facebook und LinkedIn restreamen. Für jedes Ziel benötigst du den Stream-Schlüssel der jeweiligen Plattform und bei manchen Plattformen zusätzlich die RTMP-URL.

Sinken durch Restreaming meine Anmeldezahlen?

Das kann passieren, wenn Menschen, die sich sonst angemeldet hätten, stattdessen auf Social Media zuschauen. Bei den meisten Webinaren überwiegt jedoch die zusätzliche Reichweite. Das gilt besonders dann, wenn du etwas anbietest, das nur im Webinarraum verfügbar ist, etwa eine Live-Fragerunde oder Materialien zum Herunterladen.

Kann ich ein Webinar restreamen, das ich über RTMP übertrage?

Nicht mit den integrierten Restream-Zielen von WebinarGeek. Wenn du über RTMP in WebinarGeek streamst, zum Beispiel aus OBS, kannst du ein Drittanbieter-Tool wie Restream verwenden, um deine Übertragung zusätzlich an Social-Media-Plattformen zu senden.

Brauche ich für Restreaming zusätzliche Software?

Nicht in WebinarGeek. Du richtest die Restream-Ziele in deinen Webinar-Einstellungen im Browser ein. Der Restream startet und endet automatisch mit deinem Webinar.

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